(VIII) Die Affen
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Schauspiel Hannover präsentiert…

Die Welt ohne uns Längst wissen wir Menschen, dass wir ein evolutionäres Zufallsprodukt sind. Trotzdem handeln wir noch immer so, als wären wir der Mittelpunkt des Universums. Die Welt ohne uns wagt einen Bruch mit diesem Selbstverständnis: Das botanische Langzeittheater reist in die fiktive Zukunft einer Erde, von der die Menschen verschwunden sind. Mit vierzehn Akten in fünf Jahren entfernen wir uns in immer größeren Schritten von unserer Gegenwart. Was bleibt von unseren Kunstwerken und Müllbergen in einem, in tausend, in einer Million Jahren?   [mehr]

 

Making Of: Affen

Im VIII. Akt des Botanischen Langzeittheaters herrschen auch in Europa tropische Temperaturen. Kein Wunder also, dass Affen in Hannover landen. Fünf Schauspieler verwandeln sich für eine dramatische Urwaldhandlung in lebensechte Primaten. Allerdings: Schimpansen sind sechsmal so stark wie Menschen. Für unsere Spieler bedeutet die Tierwerdung also unter anderem ein hammerhartes Fitnesstraining. Oscar Olivo wurde dabei vom NDR-Fernsehen erwischt. Hier könnt ihr euch den Beitrag ansehen.

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Künstlerische Waldforschung

Auch die Universität der Künste (UdK) Berlin erforscht performativ den Wald. Gemeinsam mit Studenten des Studiengangs Theaterpädagogik hat sich Prof. Ute Pinkert ins Freie begeben. Im Rahmen des curricular verankerten Performance Seminars innerhalb der Theaterpädagogik- Ausbildung ging es in diesem Jahr um die Beziehung zur Kulturlandschaft Wald. In einem Wochenendseminar in Brandenburg waren die Studierenden aufgefordert, in Einzelarbeit an einem ausgewählten Ort neue Möglichkeiten der Beziehungsaufnahme zur jeweiligen Umgebung zu erproben und innerhalb einer performativen Form zu gestalten. (weiterlesen…)

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Menschenaffen = MENSCHEN-Affen

Wie nah sind uns unsere nächsten Verwandten? Der Anthropologe Volker Sommer vom University College London beantwortet diese Frage deutlich: sehr nah! Lange galt es als unwissenschaftlich, Tieren quasi-menschliche Gefühle zuzuschreiben. Angeregt durch seine Forschungen an Primaten sagt Volker Sommer nun, daß Affen eine sehr menschliche Eigenschaft haben: sie können die Emotionen ihres Gegenübers entziffern und sich damit in diesen hineinversetzen. Die Konsequenzen, die Sommer – gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern wie dem Neurobiologen Peter Singer im Great Ape Project – daraus zieht, sind radikal: “Grundrechte für Affen!” (weiterlesen…)

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Was vom Menschen übrig blieb

… waren im letzten Akt ein riesenhafter Müllberg und, von romantischer Waldpoesie eitel gewordene Bäume. Bewegt und farbig zeigt das unser Kooperationspartner NDR in einem kleinen Beitrag, den ihr euch hier ansehen könnt.

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Geisterstadt im Salzsee

Früher war Villa Epecuén ein beliebter Urlaubsort. Heute reisen nur noch Ruinen-Fans zu dem argentinischen Badeparadies. 1985 brach nach Jahren des Kampfes mit übermäßiger Dürre und fatalen Regenfällen ein schützender Damm. Noch immer ist der halbe Ort von jenem Salzsee bedeckt, der ihn berühmt gemacht – und versenkt hat. Christoph Gunkel reist auf Spiegel Online zu den unheimlichen Resten.

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Neues von Timm Ulrichs

Bitte nicht fotographieren! Die aktuelle Online-Ausgabe der Wochenzeitung “Die Zeit” zeigt eine Fotoserie von Timm Ulrichs, Gastkünstler des VI. Akts unseres botanischen Langzeittheaters. In der Fotoserie hat Timm Ulrichs Motive fotographiert, die nicht fotographiert werden dürfen – von militärischen Sperranlagen in China bis zu Mumien in Palermo. Besonders letzteres reiht sich ein in die Arbeiten, die Timm Ulrichs für “Die Welt ohne uns” zur Verfügung stellte, wie etwa der Grabstein mit der Aufschrift “Denken Sie immer daran, mich zu vergessen!”. Die Darstellung des eigenen Todes ist stets mit einem Paradox verbunden.

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Wenn der Plastikstrudel auf dein Haus fallen würde …

Dass auf dem Pazifik ein gigantischer Strudel aus Plastikmüll gemächlich seine Runden dreht, wissen die meisten informierten Fernsehzuschauer inzwischen. Aber wie groß ist dieser Strudel wirklich? Wenn der ganze Krempel morgen auf dein Hauses fallen würde, wo lägen die Ränder dieses Müllbergs?

Das kann man jetzt auf einer genialen Webseite selbst überprüfen. Diverse Umweltkatastrophen (wie etwa der Ölfleck im Golf von Mexiko nach dem Unglück auf der Ölplattform “Deep Water Horizon”) lassen sich durch Eingabe der eigenen Postleitzahl bequem auf die eigene Stadt verschieben …

Einfach selber ausprobieren unter How big really – ein mordsmäßiger Spaß!

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Gärten für Lilliputaner

Der britische Künstler Steve Wheen hat das Schlagloch als Kunstort entdeckt. Mit seinen Miniatur-Gärten, die er in Schlaglöchern pflanzt, hat er eine neue Form des Guerilla-Gardening erfunden – alles für Lilliputaner.

Mehr Bilder finden sich auf Hackschnitzel!

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Preisverleihung

Ein “ungewöhnlich originelles und interessantes Projekt” lobte Michael Hobusch (Deutsche Bank) in seiner Laudatio das botanische Langzeittheater. Im Rahmen einer Preisverleihung am 22.04.2012 wurde den beiden künstlerischen Leitern des Projekts, Aljoscha Begrich und Tobias Rausch, die Preisstatue des Wettbewerbs “Deutschland – Land der Ideen” überreicht. “Die Welt ohne uns” ist damit einer von 365 ausgewählten Orten, die beispielhaft für innovative und nachhaltige Ideen aus Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur stehen.

Der Preis ist eine Anerkennung für das ganze Team aus Künstlern, Technikern, Gärtnern und unseren Partnern an der Universität und bei der Stadt Hannover, das seit 2 Jahren unter oft schwierigsten Bedingungen, bei Regen, Wind und Sonnenhitze mit viel Enthusiasmus inzwischen schon sieben Folgen inszeniert hat!

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Sexy und klimaneutral

Das Theater Aachen macht vor, wie Theater aktiv den Klimawandel bekämpfen kann. Mit dem ersten CO2-freien Theaterstück “Ein Jahr für die Ewigkeit” demonstriert das Projektteam um Daniela Neubauer, wie sich der Klimawandel aufhalten läßt. Das wichtigste dabei: “Du mußt immer sexy bleiben! Und verliere niemals, hörst du, wirklich NIEMALS deinen Humor!”

Zu den Aktionen gehörten “Plastikfrei – und Spaß dabei!”, das kollektive Anhalten der Luft des gesamten Publikums (ja, auch unsere Nasen sind CO2-Schleudern!) und der Wechsel des kompletten Theaters auf Ökostrom.

“Unser Theaterabend verbraucht pro Aufführung 3,5 kW/h. Zum Vergleich: Eine normale Mörgens-Produktion verbraucht rund 25 kW/h. Von den 3,5, kW/h verbraucht das Einlaßlicht alleine 2,4 kW/h, der eigentliche Theaterabend verbraucht nur knapp 1,2 kW/h. Das ist ein sensationeller Wert. Und das heißt: Wir müssen das Einlaßlicht ändern. Weg von den Flutern, hin zu den Neonröhren. Die verbleibenden 1,2 kW/h werden komplett aus Öko-Strom bezogen, sie sind also selbst CO2-neutral. Wenn die Zuschauer zudem die Pflanzen, die wir ihnen mitgeben, einpflanzen, würde aber selbst das kompensiert, wenn man die Zurechnung zum Öko-Strom nicht einbezöge.”

Witziges und Interessantes dazu findet sich auf dem Blog Ein Jahr für die Ewigkeit

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