DIE WELT OHNE UNS
(I): Abschiedsfest

Premiere: 16.5.2010

Im ersten Akt feierten wir in einem großen Abschiedsfest das Verschwinden der Menschen vom Planeten Erde. Ob es überhaupt die Aufgabe des Menschen ist sich fortzupflanzen oder er nicht besser an seinem Verschwinden soll, ist keine neue Frage und es wird  an den Visionen einer Welt nach uns gesucht. Der Sinn solcher Überlegungen ist zu diskutieren, aber in jedem Fall steht  die Frage nach unserem Umgang mit der Natur . – In über 8.000 Jahre hat sich der Mensch die Natur zum Garten kultiviert. Sie haben viel zusammen erlebt – von der Vertreibung aus dem Paradies über die Erfindung des Gewächshauses bis zum Urban Farming. Pflanzen sind zum Handelsgut, zum Spekulationsobjekt, zum Heilmittel und zum Expeditionsgrund. In einem Gartenfest wurden noch ein letztes Mal die vielfältigen Bezüge des Menschen zu seinen Pflanzen aufgezeigt. An mehreren Stationen konnten die Besucher an einer Tulpenbörse spekulieren, im „Garten der Gene“ lernen, wie man Blumen künstlich bestäubt, sich im „Zen-Garten“ mit Pflanzen massieren lassen oder am „Pflanzengrill“ geröstete Lilienblüten kosten, während aus der „Pflanzenjukebox“ die größten Pflanzenhits der letzten 200 Jahre erklungen. Nach einer Sinfonie der Rasenmäher, in welcher die Menschen noch einmal das mit der Natur machen, was sie am besten konnten: beschneiden, rasieren, zurechtstutzen, verschwand der Mensch und das Zeitalter nach ihm begann.

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Die Akte: