DIE WELT OHNE UNS
(VI): Der Wald
Premiere: 25.10.2011
150 Jahre sind vergangen, seit die Menschen verschwunden sind.
Ein junges Waldgebiet erhebt sich stolz über unseren Städten. Stadtwälder. Waldstädte. Halb mit dem neuen Grün verwachsene Ruinen, eingewachsene Bad- und Küchenfliesen unter unwegsamem Dickicht, bemooste, aber unbeschädigte Küchentöpfe am Boden und verwitterte Plastikplanen in den Bäumen. Botanische Nachlassverwalter nehmen sich unserer Abfälle an.
Und während unvergängliche Fitnessgeräte die Kraft vitaler Bäume herausfordern, vergammeln die Leuchttürme menschlicher Hochkultur. Die Nanas zerbersten unter der Last hereinbrechender Ruinen, das Reiterstandbild sinkt in die Tiefen wankender Böden, Picassos und Cranachs schimmeln in den nicht klimatisierten Museumssälen.
Sollte sie nicht ewig währen, die Kunst?
Totalkünstler Timm Ulrichs und Regisseur Tobias Rausch malen ein Vanitas-Stillleben, über das der Wald kommt, wie ein Bulldozer.
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Die Akte:





