Wenn die ordnende Hand fehlt…

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Georges Leclerc Comte du Buffons schildert 1764 in seiner Histoire naturelle eine wilde, ungezämte Landschaft, wie sie entsteht, wenn der menschliche Einfluss fehlt. Und er tut das, was im vierten Akt so eindrucksvoll gelungen ist: Er zeichnet ein Bild, das sich tief einprägt, und ein Begreifen, nicht in rational- naturwissenschaftlichen Sinn, sondern auf emotionaler Ebene ermöglicht. Die folgende Episode war als Schreckensbild der wilden Natur gedacht, das die Notwendigkeit menschlichen Eingreifens einleuchtend erscheinen lassen sollte. Doch ohne es beabsichtigt zu haben, zeichnet du Buffons hier das Bild einer Landschaft, die vom Menschen verlassen wurde. (weiterlesen…)

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GREEN Dynamite!

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Die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst, Ökologie und menschlicher Intervention sind fließend, das stellen wir in der „Welt ohne uns“ immer wieder fest. Und sie sind sehr reizvoll! Das hat kürzlich auch ein Projekt der Versailler „Ecole Nationale Superieure du Paysage“eindrucksvoll bewiesen: Auf einem zehn Hektar großen brachliegenden Industriegelände

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WOU versus HPNV – Wenn Welten aufeinander treffen

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WOU – das ist die Welt Ohne Uns – drei Worte (für Insider nur drei Buchstaben) die den Sachverhalt schon fast erschöpfend schildern. Ein Gedankenspiel aus der literarisch-künstlerischen Ecke an dem sich jeder nach Herzenslust beteiligen kann! Und HPNV? (weiterlesen…)

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Welt ohne uns – Eine Utopie?

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Ja, diese Frage sollte man sich durchaus einmal stellen. Denn, was ist eine Utopie? Nicht erst seit Thomas Morus existiert dieses einzigartige Gedankenkonstrukt als literarische Gattung. Die Überlieferung gesteht Platons Kritias die Rolle des ersten Utopisten zu, obgleich man wohl davon ausgehen sollte, dass utopisches Denken sehr viel älter ist, etwa so alt wie die Menschheit selbst. In den Anfängen vollkommen Eins mit mythologischem Gedankengut, tritt es mit geradezu erstaunlicher Kontinuität… (weiterlesen…)

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Welt ohne Elektrizität

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Wofür brauchen wir Elektrizität? Diese Frage kenn der zivilisierte Mensch des 21.Jahrhunderts so richtig erschöpfend eigentlich erst beantworten, wenn er einmal das Szenario eines Stromausfalls, das  vielleicht gleichzusetzen ist mit apokalyptischen Vorstellungen anderer Kulturen, am eigenen Leibe hat miterleben müssen. Elektrizität, dieses polarisierende, unsichtbare Gut, dessen Vorhandensein sich im Grunde nur in Stromrechnungen und ungeliebten Kraftwerken, Windparks, Überlandleitungen und Brennstäben äußert, dessen plötzliches Nichtvorhandensein unsere Zivilisation aber binnen weniger Minuten… (weiterlesen…)

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Impressionen vom LASKO-Workshop

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Am zweiten und dritten November haben wir mit 15 Teilnehmern der Landschaftsarchitektur-Studierenden-Konferenz aus ganz Deutschland und Österreich das ehemalige Kasernengelände in Bothfeld durchstreift. Ziel des Workshops war es sich kreativ mit dem Thema „Wildnis“ auseinanderzusetzen… (weiterlesen…)

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Von Feldhamstern und anderen Lebewesen

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Ein Skeptischer Zeitgenosse stellte sich vor einigen Tagen die Frage, ob es nicht sehr dekadent sei, unter Inkaufnahme großer wirtschaftlicher Einbußen einer dahinvegetierenden Feldhamsterpopulation vor dem Neubau eines Gemüsebaubetriebes mit angeschlossener Biogasanlage Vorrang zu gewähren. Naturschutz sei ja an sich eine feine Sache, nur könne er nicht verstehen, warum man dafür nicht irgendwelche schlecht zugänglichen unbrauchbaren Flächen auswählen könne.

Schade, dass er diese Frage nur so im Stillen für sich gestellt hat, sonst hätte ich ihm wie folgt geantwortet:

„Mein Freund, wir müssen uns wirklich von dem Gedanken lösen, dass es unsere Aufgabe sei „die Natur“ zu schützen. Die Natur – wenn man damit die Gesamtheit aller (weiterlesen…)

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Lektüretipp: Die Erde nach uns – Der Mensch als Fossil der fernen Zukunft. Von Jan Zalasiewicz.

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Sehr interessantes Buch (mit vielen Rechtschreibfehlern 😉 ), das den Planeten Erde zum Ziel einer Expedition von Außerirdischen werden lässt. Und das alles spielt hundert Millionen Jahre nach dem Ende der Menschheit.

Alle sichtbaren Spuren des Menschen sind verschwunden, doch eine mehrere Meter tief vergrabene Gesteinsschicht ist von merkwürdig heterogener Zusammensetzung: Kieselsteine, Ziegelreste, Metallrohre, Reste organischer Substanz und fast unversehrter Schmuck… Stück um Stück rekonstruieren die Forscher das Bild einer untergegangenen Zivilisation, die einst den ganzen Planeten beherrschte…

Das schöne an dem Buch ist die vollkommen neutrale Herangehensweise. Kein „Seht, seht was wir angerichtet haben“, – das sind ganz einfach Überreste die auch eine gewisse Ehrfurcht einflößen und auf eine sehr beruhigende Art deutlich machen, dass wir erdgeschichtlich gesehen doch nur eine Art unter vielen sind.

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