CO2-Schleuder Regenwald?

Zitiert man Tim Flannery sinngemäß, so ist Kohlenstoff der Prüfstein, ob die Menschheit ihre selbstmörderischen Eigeninteressen überwinden kann. Doch was ist, wenn es dafür längst zu spät ist? Der Klimawandel ist unumkehrbar. Auch wenn der eigentliche Verursacher Mensch irgendwann einmal nicht mehr da sein könnte, wird sich dieser Prozess nicht mehr aufhalten lassen. Wir hatten genug Existenszeit um auf die Vorgänge dieser Welt Einfluss zu haben.

Einen Beweis dafür findet sich am Beispiel Regenwald. Schon früh lernen wir, wie wichtig der Regenwald für unseren CO2-Haushalt ist. Denn bei den Photosyntheseprozessen der Pflanzen wird CO2 aus der Atmosphäre gebunden. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch der Fakt, dass bei der Verrottung von Pflanzenteilen wieder CO2 abgegeben wird. Die Bilanz war bisher stets eine größer CO2-Bindung als Abgabe. Aber im Jahr 2005 hat sich das geändert. Der Klimawandel führt zu großen Trockenperioden in den Tropen. Durch die Trockenheit sterben mehr Pflanzen ab, es gibt mehr verottende Biomasse und damit auch eine erhöhte CO2-Abgabe. Die Situation könnte sich angesichts der aktuellen Entwicklungen bald regelmäßig wiederholen und uns und der Welt nach uns damit einen großen CO2-Produzenten statt einer grünen Lunge bescheren.

umfassender Bericht: Spiegel online

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