Deutsche Buchenwälder sind Weltnaturerbe

Ein großer Tag für Deutschlands Buchenwälder. Heute hat die UNESCO endlich ja gesagt: Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern) Serrahn im Müritz-Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern), Grumsin im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg), Nationalpark Hainich (Thüringen) und der Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen) sind damit in die Weltnaturerbeliste aufgenommen.

Nun schließt man auf zu den Buchenurwäldern der Karpaten, die bereits seit 2007 zur Liste gehören. Sie sind uns geblieben von der unberührten Natur, die Europa einst überdeckte. OHNE UNS wäre auch Deutschland bedeckt von Fagus sylvatica. Die nun aufgenommenen Wälder in Deutschland sind deutlich jünger und nur einige von ihnen durch den Menschen unberührt.

Beispielsweise der Nationalpark Hainich war über 40 Jahre lang militärisches Sperrgebiet und konnte sich in dieser Zeit wieder einem Urwald-Zustand annähern.

Fragt sich, ob der Titel „Weltnaturerbe“ ihm da nicht wieder mehr Menschen ins Unterholz lockt als ihm lieb ist. Sicher ist, dass so ein Titel den Tourismus fördert und damit auch einem Anschub für die jeweilige Region sein kann. Vor allem bringt es aber eine Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung des Erbes und einen sensiblen Umgang zwischen Naturschutz und touristischen Ansprüchen.

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