Rotkohl und Arsen – Das Helmi zu Gast

Das Figurentheater – komisch, ernst, kritisch – probiert sich heute an verschiedensten Ausdrucksformen. Längst haben sich Formen etabliert, bei denen die Puppenspieler mit auf die Bühne gehören und sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

So auch bei „Das Helmi“; die Truppe aus Florian und Felix Loycke, Brian Morrow und Emir Tebatebai ist unsere Gast-Regie für den VII. Akt – „Der Müll“.

Ihre Figuren bezeichnen sie selbst als „absurd hässlich und doch voller Anmut“. Ihr letztes Stück „Ax(el h)ol (den R)ot(koh)l“ – anlehnend an den medienwirksamen Roman von Helene Hegemann „Axolotl Roadkill“ – zeigt, dass hinter all der Ironie von Puppe und anmutender Improvisation durchaus ernsthafte kulturkritische Themen stecken.

In der eingefleischten  Figurentheaterszene sind sie schon so einige Jahre bekannt und geschätzt. Seit ihrem Durchbruch 2007 mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ sind „Das Helmi“ auch international heiß begehrt.

Und so stellt sich die Frage: wie werden sie die Thematik des Mülls wohl umsetzen? Wir dürfen gespannt sein und bevor die Puppen „Die Welt ohne uns“ entern, bewegen wir uns weiter in der Zukunft und widmen uns mit Akt V und VI dem Humus und dem Wald und wie es ihnen ohne uns so ergeht.

Ein schöner Beitrag zum Helmi auch von Zeit-Online: „Das Helmi“: Anarchie im Puppentheater

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