Skulptur Gewächshaus – Schutzraum vor menschlicher Optimierung

 

Mit uns erlebt die Natur einen wirtschaftlichen Optimierungsprozess. Andere Lebewesen passen sich im Sinne der Evolution an ihre Umwelt an, um zu überleben. Doch wieso anpassen? Der Mensch hat gelernt seine Umwelt so zu formen, dass sie ihm als best mögliche Lebensgrundlage dient. Die Landschaft wird zu einzelnen Versorgungseinheiten parzelliert. Passt uns der Verlauf eines Flusses nicht, so machen wir ihn passend. Und wenn die Umweltbedingungen für unsere Kulturpflanzen nicht eine optimale Wirtschaftlichkeit bieten, schließen wir die Natur ganz aus und bauen große Hallen, in denen wir unser eigenes stabiles Klima haben.

Fragt man sich doch vielerorts: Was wäre hier wohl der eigentliche Plan der Natur gewesen?

Die Künstler Johanna Bartl, Wieland Krause und Olaf Wegewitz schufen in Magdeburg die „Skulptur-Gewächshaus“. Ein Element einer ehemaligen Gewächshausanlage schützt nun nicht mehr unsere Kulturpflanzen in einem künstlich generierten Klima, sondern wird zum „Schutzraum“ für die Natur.

Der Prozess der Sukzession wird dokumentiert und archiviert. Was wird sich im Laufe der Zeit diesen Raum zurückerobern? Doch momentan sieht es so aus als würde die menschliche Ordnung diesen Schutzraum wieder an sich reißen. Die 2005 errichtete Skulptur soll nun weichen und der Prozess damit unterbrochen werden. Ein Beitrag zur aktuellen Problematik gibt es auch beim Magazin Jugendstil.

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