Weltraumschrott

Endlich entdecken Ausserirdische das hiesige Sonnensystem und darin einen kleinen blauen Planeten namens Erde. Zu dumm, dass wir da schon längst ausgestorben sind und unsere Ausserirdischen Gäste nicht mehr in Empfang nehmen können. Doch auch ohne unsere Anwesenheit wird unseren kleinen grünen Freunden schnell bewusst werden, dass hier jemand ordentlich gewütet haben muss. Nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch in der Erdumlaufbahn.  Sie muss auf unseren Besuch wie ein riesiger schwereloser Schrottplatz wirken, mit ihren unzähligen künstlichen Objekten. Nach längeren Untersuchungen werden sie feststellen, dass einige der künstlichen Objekte Mikrowellenstrahlung in Richtung des blauen Planeten schicken. Laut ESA (European Space Agency) waren im Jahr 2006 über 800 aktive Satelliten bekannt. Geradezu lächerlich im Vergleich mit den tausenden von Schrottteilen bereits stillgelegter Satelliten oder von Raketen. Willkommen im Friedhofsorbit! Verrotten wird hier nix. Mit einer Höhe von 800 Metern haben wir Trümmerfelder für eine halbe Ewigkeit. Nur Schrott in einer Höhe unter 200 km verglüht innerhalb weniger Tage in der Atmosphäre, sehr große Teile schaffen es durchaus auch zurück auf die Erdoberfläche. Unsere Ausserirdischen werden auf ihrem Weg zur Erde bestimmt auch an der ISS vorbei kommen, um die wir uns vor ein paar Tagen noch so viele Sorgen machen mussten. Wahrscheinlich wird die ISS – durchschlagen von all den Trümmerteilen – dann schon einem Schweizer Käse ähneln.

Hier ein, zwei Thesen, die die Außerirdischen für den Trümmerorbit entwickeln könnten:

„Es war wohl der Neid auf die Orbitalringe andere Planeten, der den Menschen dazu trieb einen solchen Trümmerorbit zu schaffen. Vielleicht kann es auch als Ortseingangsschild oder Warnhinweis verstanden werden: Achtung Erde! Planetenbewohner mit Selbstzerstörungstrieb!“

Computergraphik: ESA (Größe der Trümmer ist übertrieben im Verhältniss zur Erde)
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