Zeit Landschaft

In Time Landscapes hat Alan Sonfist die Landschaft als Gedächtnis inszeniert. Es handelt sich um die Wiederherstellung eines vorkolonialen Waldes auf einer Fläche von 65 mal 13 Meter mitten in Manhattan. Auf dem Gelände wachsen nach ihrem eigenen Rhythmus Bäume, Büsche, Gras und wilde Blumen dieser Gegend, die jedoch unter dem Einfluß der ‚Zivilisation‘ ausgestorben sind, die eine fast völlige Entwaldung zur Folge hatte. Time Landscape, nunmehr lebendiger Bestandteil der Gemeinschaft, führt die Vergangenheit mit der Gegenwart zusammen, als Erinnerung an jene Zeit, in der New York noch eine Waldlandschaft war. Hinzu kommt, daß sie den Passanten mit dem Verlauf der Zeit als Kontinuum konfrontiert, von dem er nur einen Ausschnitt erlebt. Schließlich ist es ein Symbol für die Idee des (historischen) Gedächtnisses und des Lebens(-zyklus): Sonfist hat sein Werk 1978 abgeschlossen, der Wald aber wächst weiter.

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